IPSC, das so genannte Parcours-Schießen, ist der wohl dynamischste und vielseitigste Schießsport überhaupt. Da wir diese Sportart mit Begeisterung ausüben, haben wir im März 2020 eine IPSC-Staffel gegründet die Teil des Vereins „Schießsportfreunde Wegberg von 1997 e. V.“ ist. Gerne stellen wir uns auf diesem Wege vor.

IPSC im SSF Wegberg:

Mit einer gewissen Selbstironie haben wir uns den Namen „Double Delta Force“ gegeben. Ein Delta ist der kleinste zählbare Treffer, den man auf einer Stage erzielen kann. (Eine Stage wiederum ist der Parcours, der während einer praktischen Übung durchlaufen wird.) Damit möchten wir unterstreichen, dass wir zwar gute Resultate erzielen wollen, jedoch den Sport selbst immer an die erste Stelle setzen.

Einfacher Aufbau einer Stage

Safety first
Dem Schützen werden besondere Fähigkeiten abverlangt. Immerhin ist IPSC ein Sport, der mit Schusswaffen betrieben wird! Wer ihn ausüben möchte, muss entsprechend geschult sein und den so genannten SuRT (den Sicherheits- und Regeltest) bestehen.

Verband: BDS
Wer seinen Wohnsitz in Deutschland hat muss Mitglied im „Bund Deutscher Sportschützen“ (BDS) sein – übrigens auch dann, wenn er im Ausland trainieren oder an Matches teilnehmen möchte. Ohne Mitgliedschaft im BDS ist IPSC-Schießen nicht möglich.

Am Limit
Beim IPSC-Schießen kann immer nur „einer“ schießen, während alle anderen für den Augenblick des Durchlaufs zum Zusehen verdonnert sind. Das bedeutet, dass zwischendurch immer wieder „warten“ angesagt ist, bis man selbst an der Reihe ist. Logisch, dass eine Gruppe deshalb nicht grenzenlos wachsen kann. Da wir inzwischen, was die Mitgliederzahl betrifft, am Limit angelangt sind, können wir derzeit leider keine Mitglieder mehr aufnehmen.

IPSC und EXCEL
Im Gegensatz zu den meisten anderen Schießsportarten werden beim IPSC-Schießen nicht einfach nur die Treffer gezählt, sondern Anforderungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schützen in Relation zueinander gebracht. Dazu gilt es, verschiedene Faktoren in das Ergebnis einfließen zu lassen. Aus diesem Grund existieren neben Zeit- und Punktewertungen auch Hitfaktoren und Stage-Scores. Aber egal wie das Ergebnis auch lautet – eines gibt es immer gratis on top: Das tolle Gefühl, eine spannende, vielseitige und einzigartige Sportart zu betreiben.

Und immer wieder rechnen …

Robert Klaßen, Leiter der Abteilung IPSC (BDS) ipsc@dtpx.de

Kommandos:

Jedes Mitglied der Abteilung IPSC muss die Kommandos kennen, die während des Durchlaufs einer Stage verwendet werden! Die Kommandos erfolgen gemäß internationalem Standard grundsätzlich in englischer Sprache:

Beim Start:

  • „Make ready“ oder „Load and make ready“
  • „Are You ready?“
  • „Standby“
  • Startsignal (durch Auslösung des Timers)

Am Ende:

  • „If You are finished, unload and show clear“
  • „If clear, hammer down“
  • „Holster“
  • „Range is clear“

Im Falles eines sicherheitsrelevanten Regelverstoßes ist der Schütze mit einem lauten und deutlichen „Stop“-Kommando anzuhalten und das Schießen sofort einzustellen! Das anschließende Entlade-Kommando lautet: „Unload and show clear“.

Links und Verweise:

An dieser Stelle nun noch einige interessante Links für IPSC-Interessierte:

Statut der Abteilung IPSC im SSF:

  1. Die Abteilung BDS – IPSC des SSF Wegberg von 1997 e. V. wurde gegründet, um den dynamischen IPSC-Sport zu betreiben und seine Mitglieder zu gegebener Zeit auf offizielle Wettkämpfe vorzubereiten.
  2. Es gelten die Vereinbarungen der Gründungsversammlung vom 15.03.2020, bei der acht Gründungsmitglieder sowie der 1. Vorsitzende des SSF Wegberg von 1997 e. V. anwesend waren.
  3. Die Abteilung besteht zum Zeitpunkt der Gründung aus acht Mitgliedern – die Höchstzahl seiner Mitglieder beträgt zehn.
  4. Mitglied der Abteilung BDS – IPSC kann nur werden, wer auch Mitglied im SSF Wegberg von 1997 e. V. ist.
  5. Da IPSC-Schießen in Deutschland nur BDS-Mitgliedern gestattet ist, muss der Schütze dem Verband BDS beitreten.
  6. Ferner muss er einen Sicherheits- und Regeltest (SuRT) absolvieren. Um die Ausbildung hat sich der Schütze selbst zu kümmern. Die Kosten für die SuRT-Ausbildung trägt der Schütze.
  7. Wer Mitglied in der Abteilung werden will, muss seit mindestens zwei Jahren im Besitz einer waffenrechtlichen Erlaubnis sein (grüne WBK) und seit mindestens zwei Jahren eine eigene, für das IPSC-Schießen zugelassene Großkaliber-Kurzwaffe besitzen.
  8. Nachdem ein Schütze, der der Abteilung noch nicht angehört, Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet hat, kann er zu einem Probetraining eingeladen werden, sofern die Abteilung in einer Abstimmung mehrheitlich dafür votiert und die Maximalkapazität der Abteilung noch nicht erreicht ist.
  9. Der Interessent muss sodann an einer abteilungsinternen Sicherheitseinweisung teilnehmen, die in der Regel abgehalten wird, wenn sich eine ausreichende Teilnehmerzahl findet.
  10. Wer nicht an der zuvor genannten Sicherheitseinweisung teilgenommen hat, kann weder Mitglied der Abteilung werden, noch am Training bzw. Probetraining teilnehmen!
  11. Der Interessent muss sich mit der Sportordnung des BDS, insbesondere mit dem Handbuch IPSC Kurzwaffe vertraut machen, welches auf der offiziellen Website des BDS unter https://www.bdsnet.de/ipsc/sporthandbuch.html eingesehen und heruntergeladen werden kann.
  12. Spätestens zum Probetraining muss der Interessent im Besitz einer geeigneten und für das dynamische Schießen zugelassenen Ausrüstung sein (bestehend aus einem IPSC-Gürtel mit Innengürtel, einem IPSC-Holster und mindestens zwei (besser drei) Magazintaschen (sog. Pouches). Er muss zudem mehrere Magazine sowie seine eigene Munition bereitstellen.
  13. Im Anschluss an das Probetraining kann der Schütze sein Interesse bekunden, in die Abteilung aufgenommen zu werden.
  14. Wenn sich die Mitglieder der Abteilung anschließend zu mindestens zwei Dritteln dafür aussprechen, den Schützen aufzunehmen, beginnt für den aufzunehmenden Schützen die Mitgliedschaft auf Probe, die in der Regel ein Jahr beträgt.
  15. Innerhalb der Probezeit kann die Mitgliedschaft sowohl seitens der Abteilung als auch von Seiten des Schützen jederzeit ohne Einhaltung von Fristen beendet werden.
  16. Der Vorstand des SSF Wegberg von 1997 e. V. hat bei der Aufnahme eines Schützen in die Abteilung, sowie bei der Umwandlung einer Mitgliedschaft auf Probe in eine Vollmitgliedschaft ein besonderes Mitspracherecht. Spricht dieser sich gegen die Mitgliedschaft aus, kann der Schütze nicht in die Abteilung aufgenommen werden, bzw. seine Mitgliedschaft auf Probe nicht in eine Vollmitgliedschaft umgewandelt werden.
  17. Solange die Probemitgliedschaft des Schützen noch nicht in eine Vollmitgliedschaft umgewandelt worden ist, hat das Mitglied kein Stimmrecht.
  18. Sollte die Mitgliedschaft auf Probe nicht in eine Vollmitgliedschaft umgewandelt werden, oder das Mitglied die Abteilung wieder verlassen, gilt der Austritt aus der Abteilung als vollzogen. Die Verantwortlichen der Abteilung melden den Schützen daraufhin auch beim BDS ab. Die Abmeldung erfolgt auch dann, wenn andere Gründe für die Abmeldung sprechen, z. B. wenn sich der Schütze unsportlich oder grob fahrlässig verhält, bzw. einen Anlass gibt, der einer weiteren Mitgliedschaft in der Abteilung zuwiderläuft.
  19. Eine wesentliche Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist die regelmäßige Teilnahme am Training.
  20. Der aufzunehmende Schütze trägt die Kosten für die Jahresmarke des BDS und die einmalige Ausstellung eines Ausweises durch den BDS. Die Gebühren sind zusammen mit der Antragstellung im Voraus zu entrichten.
  21. Kosten, die dem Schützen entstehen, bzw. entstanden sind (inklusive Beiträge für Ausbildungen und/oder seine Mitgliedschaft im BDS) sind in keinem Fall rückerstattungsfähig – auch dann nicht, wenn die Mitgliedschaft seitens der Abteilung oder dem Vorstand des SSF Wegberg von 1997 e. V. beendet wird.
  22. Sämtliche Kosten, die dem Schützen durch seine Mitgliedschaft in der Abteilung BDS – IPSC entstehen, sind „nicht“ Bestandteil des Regelbeitrags des SSF Wegberg von 1997 e. V. Sie sind vom Schützen separat aufzubringen.
  23. Die Abteilung behält sich vor, Umlagen für Ausrüstungs- und Verbrauchsmaterialien zu erheben und eine Abteilungskasse einzuführen, wenn dies zur Trainingsausübung nötig erscheint.
  24. Die zuvor genannten Beiträge, sowie eventuelle zu erhebende Umlagen für Ausrüstungs- und Verbrauchsmaterialien werden dem Schützen, der die Abteilung verlässt, in keinem Fall zurückerstattet, auch dann nicht, wenn die Mitgliedschaft nach oder während der Probezeit beendet wird.